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Buckhagen Findling

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Submitted byholger_rix
AddedDec 08 2010
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Description Almost 3m high glacial erratic, set up on smaller supports on a field behind the Buckhagen Gut near Kappeln.
The block has been moved here in 1882.

Here is the german story:

Der Stein im Tiergarten von Buckhagen

Paul P. H. von Schiller (gest. 1930)

mitgeteilt von seinem Enkel, C. L. Paul von Schiller







Meine Frau sagte immer, ich sei im wahrsten Sinne des Wortes ein Stein-Reicher. Sie hatte damit vollkommen recht, denn wie viele Steine, große und kleine, waren auf den Feldern eingebettet. Viele Jahre haben sie als sogenannte Findlinge in Gletschern, die vom Norden kamen, ihr Dasein gefristet, eingesunken in die von Vorzeiten noch weiche Ackerkrume - gerade Buckhagen wird von einer leichten Erderhöhung durchschritten. Sie beginnt auf Flintholm, dem Fischerdorf Maasholm gegenüber, läuft über Klangsteen und Schackenkoppel, verläßt dann meine Koppeln, geht über Baggelan, Stenderup usw. in verschiedener Richtung, und die letzten Spuren sollen sich noch bis Sörup, also weit hinein nach Angeln, nachweisen lassen. Hauptsächlich sind es Feuersteine, sogenannte Flintsteine, aber auch Granit und auch andere Steinarten finden sich, so weiß wie große Kalkstücke. Im Lehmboden an beiden Seiten dieses Höhenzuges sind aber auch viele Findlinge im Boden. Als ich hier 1878 auf dem Hof antrat, guckten überall die Steine aus dem Acker heraus. Es wurde einfach um dieselben herumgepflügt. Es war wohl aus damaliger Ansicht zu kostspielig, die Steine zu entfernen. Der Boden hatte noch nicht den hohen Wert, es kam auf ein paar Fuß fruchtbarer Fläche mehr oder weniger nicht an. Ich mußte in der ersten Zeit also auch, dem alten Brauch gemäß, um dieselben herum arbeiten lassen, und wie viele Eggen brachen ihre Zähne dabei ab oder gingen ganz in Stücke, und die Pferde konnten zum Hofe geschickt werden, um heile Eggen zu holen. Dadurch ging viel kostbare Arbeitszeit verloren und viele Reparaturkosten entstanden.



Das konnte also nicht so weiter gehen und wir fingen an, erst einmal die sichtbaren Steine auszugraben, dann alle, die der Pflug bereits gelöst hatte und später auch die unter Grund, die der Hakenpflug berührte. Die kleinen Steinen ließen sich leicht mit Wachttürmen herausheben, die großen machten mehr Schwierigkeiten. Sie mußten bis auf den Grund freigegraben werden, waren ihr Umfang und Gewicht erheblich, wurden sie gesprengt, entweder durch mit Pulver gefüllte Bohrlöcher oder, wenn der Stein sich dazu eignete, wurde er in Stufen gespalten. Die bei der Arbeit beschäftigten Leute erhielten mit der Zeit eine große Geschicklichkeit, die Steine zu heben. Die Hauptsache war, möglichst bald die Seite der Steine herauszufinden, an der der Wachtbaum am besten fassen und man so unter ihn kommen konnte. War er erst nur an der einen Seite etwas gehoben, so konnte man Erde unterstopfen und nun auch ihn von der anderen Seite heben.



Viele Fuder sind abgefahren auf sogenannten Schlegelwagen. Wagen, in dessen Vorder- und Hintergestell eine starke Leiter aus Eichenholz in Ketten hing, auf die der Stein durch Drehen allmählich heraufgeschoben wurde, so der Weg zum Transport kurz war. Tage-, ja wochenlang dauerte, zumal in der Brache, die Arbeit, aber ich erreichte meinen Zweck. Geschirr wurde nun nicht mehr soviel zerbrochen, außerdem auch die Ackerkrume verbessert.



Nun habe ich meinem alten Verwalter Remin gesagt, wenn sich einmal ein großer, recht schön geformter Stein fände, sollte er nicht gesprengt, sondern, wie er wäre, zum Tiergarten transportiert werden, als Erinnerung an die vielen abgefahrenen Steine. - Nun sagte er, wie gerade Dänischhöft 1880 in Brache lag und wir dort mit der Aushebung der Steine beschäftigt waren, eines Tages zu mir, er glaubte, daß sie einen für den Zweck passenden Stein gefunden hätten, der allerdings noch nicht ganz freigegraben wäre, man also seine Höhe noch nicht berechnen könne. Ich sagte ihm, er solle den Stein ganz freigraben lassen und freute mich schon, ein passendes Stück zu erhalten. Am nächsten Tag waren die Leute, wie ich danach fragte, noch immer nicht bis an den Grund gekommen, erst am darauf folgenden Tag erreichten sie seine Sohle. - Ich hatte in den Tagen nicht die Zeit, persönlich hinzugehen, um den Stein in Augenschein zu nehmen, kannte also nicht seine Dimensionen. Am folgenden Tage sagte Remin zu mir nun, der Stein wäre freigegraben und ich möchte bestimmen, wann und wohin er im Tiergarten abgefahren werden sollte. Nun ging ich selbst auf die Koppel und fand das Loch, in dem der Stein ruhte. Oberhalb der kleinen Wiese, Büchsenwiese, zirka 80 Schritt vom Knick nach Klangsteen entfernt, lag ein gewaltiger Block von schönem roten Granit. Aber wie sollte ich ihn aus seinem Grabe, in dem er seit Zeiten geschlummert hatte, herausheben und dann weiter befördern ? Mit den bisher angewandten Mitteln war dies nicht möglich. Der Stein wog, nach oberflächlicher Berechnung, mindestens 40. 000 Pfund. Ich merkte, daß der Verwalter bei der Meldung wohl gleicher Ansicht gewesen war und den Abtransport eigentlich für gänzlich ausgeschlossen gehalten hat. - Der Stein war aber so schön, und es reizte mich, doch Herr über ihn zu werden, und so sagte ich dem Verwalter, das Weitere würde ich, wenn der Moment gekommen, bestimmen. Ich überlegte hin und her, wie ich ihn erst einmal bis zur Oberfläche heben könnte und dachte: »Haben wir ihn so weit, so wird sich das Nächste finden.« Ich ging mit dem guten alten Holz-voigt Mansen hin, um mit ihm einen Platz zu besehen, den ich mir ausgedacht hatte. Ich wußte, daß Mansen für derlei Arbeiten Verständnis und, was noch die Hauptsache war, auch Lust hatte. Uns beide reizte der Gedanke, alle Schwierigkeiten zu überwinden. Wir kamen zu dem Beschluß, daß der Stein abwechselnd an der einen Langseite und dann an der anderen gehoben werden mußte. Hierzu gehörte aber starkes und großes Geschirr, Wachtturm von erheblicher Länge und Ketten mit sehr starken Gliedern. Die Ketten fanden sich, wie Mansen wußte, auf Schleimole, also die waren zu beschaffen, und nun die Wachttürme.



Hierfür wurden vier starke Buchenstämme Von 30-40 Fuß Länge (9-12 m) geschlagen. An beiden Enden wurden aus starkem Zimmerholz Böcke aufgebaut, über die Wachtbäume gelegt, mit ganz kurzem Hebelarm an der Stirnseite und langem nach außen. Es wurde am äußeren Ende der Bäume ein Stock aufgesteckt, mit dem die Buchenstämme durch Flaschenzüge in die Luft gehoben, wodurch der kurze, dem Stein zugerichtete Hebelarm, sich senkte. An diesem wurde die Kette, die unter dem Steinende durchlief, mit großen Haken angespannt. Dann kletterten 3-4 Mann auf dem Buchenstamm herauf bis zu seinem in der Luft schwebenden Ende, bis soviel Gegengewicht entstand, daß der Stein sich löste und zirka Vi Fuß (15 cm) sich an dem Ende hob und der lange Arm des Hebelbaums sich bis zur Erde senkte. Nun wurde der Stein an dieser Seite gut mit Holz untergekeilt, so ruhte er auf den Klötzen, konnte also in seine vorherige Lage nicht wieder zurücksacken. Jetzt ging dieselbe Prozedur an dem anderen Ende des Steines los. So allmählich wuchs der Stein mehr und mehr heraus. - Die Hauptsache war immer, daß er eine feste Grundlage hatte, damit er nicht wieder zurücksacken konnte. Zwischen den Holzklötzen wurde Erde gestampft, in dem Loche an der Stirnseite waren Mansen und ich, um dort die erforderlichen Arbeiten zu machen, da unseres Erachtens die Arbeit nicht ganz ungefährlich war, wenn nicht alle Teile hielten. So passierte es auch einmal, daß der Stein nach der einen Seite mehr herunterrutschte und wir in die Klemme kamen. Zum Glück blieb noch so viel Platz, daß wir uns herausarbeiten konnten. Je höher der Stein stieg, je bequemer war die Arbeit, und schließlich hatten wir ihn .so hoch, daß seine Sohle mit dem Erdboden gleich war. Aber dies genügte für den weiteren Transport nicht. Wir mußten ihn durch Pfahlholz so hoch bringen, daß ein Wagen untergeschoben werde konnte. Also die beiden Wagenböcke über die Hebebäume gelegt, um das genügende Maß erhöht, und dann ging die Hebearbeit von Neuem los. Durch das nun sicher liegende Fundament war die Hebearbeit rascher zu fördern. Ein Versacken der Unterlagen war nicht mehr zu befürchten.



Schließlich hatten wir die erforderliche Höhe erreicht und nun galt es, einen Wagen unterzubringen, aber wie? Erst einmal: ein ganz gewöhnlicher Wagen war ausgeschlossen, denn wie sollte einer der vorhandenen die Last tragen können? Außerdem war der Stein ja viel zu breit, konnte also au feinem gewöhnlichen Wagen nicht ruhig liegen, ohne stets befürchten zu müssen, daß bei den geringsten Unebenheiten der Fahrbahn der Stein herunterrutschen müßte, und dann das Aufladen von neuem begonnen werden mußte, unter weit schwierigeren Umständen. Nun kamen Mansen und ich zum Entschluß, einen eigenen Wagen oder richtiger gesagt, eine Transportgelegenheit zu konstruieren, die die sicheren Vorteile für den Transport böte und leichter unter den Stein geschoben oder, noch richtiger gesagt, unter demselben dort aufgebaut und zusammengesetzt werden könnte, um das große Gewicht des Steines möglichst stets gleichmäßig zu verteilen und so ein stärkeres Eindringen, wenn der Erdboden einmal weicher an der einen Seite sein sollte, zu verhindern. Wir sagten uns, daß gewöhnliche Räder nicht verwendbar seien, sie könnten zu sehr in den Boden einschneiden, also es mußten Rollen gewählt werden, so daß sie sich von der vorgeschriebenen Lage nicht durch irgendeine Veranlassung verschieben konnten und stets dieselbe Richtung zum Stein behielten. Es wurden aus Eichenholz zwei fußdicke (60 cm) Rollen in der Breite des Steines abgedreht, um die Enden starke Eisenbänder gelegt und durch die Mitte der Rolle in der Längsrichtung ein zwei Zoll (5 cm) dickes Loch gebohrt, in das ein hierzu passendes Stück Rundeisen durchgeschlagen wurde, das, um ihm noch mehr Halt zu geben, an der Längsseite der Walze mit Kreuzankern fest verbolzt wurde. Auf die an den Seiten hervorstehenden Rundeisen wurden dann Eichenlängsbalken gelegt, die wir an der Unterkante an den Stellen, wo die Rundeisen arbeiten sollten, etwas angehöhlt hatten, so war eine Verschiebung ausgeschlössen. Auf den Längsstücken wurden dann Querbäume als Unterlage, auf dem der Stein ruhen sollte, aufgepaßt und mit Löchern versehen, in die, wenn der Wagen untergeschoben, Bolzen gezogen werden konnten, um eine sichere Verbindung zu erhalten. Daß der Transport sicherer zu beschaffen, wenn die Rollen stets auf fester Unterlage arbeiten, war anzunehmen. Daher beabsichtigten wir, an jeder Seite der Rollen einen 8-znlligen (20 cm) Balken als Schiene zu benutzen. So weit war also nun alles vorbereitet und hatte uns keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bereitet. Nun aber: wie sollte der Wagen unter dem Stein aufgebaut werden? Die Unterlage mußte entfernt werden und der Stein, während der Wagen untergeschoben, frei in der Luft hängen an den Ketten. Um die Arbeit rasch auszuführen, waren erhebliche Menschenkräfte für die Durchführung erforderlich. Diese ließen sich dadurch beschaffen, daß all die Bauhandwerker, die das Kuhhaus bauten, herangezogen wurden. Die Leute wurden nun auf die verschiedenen Posten verteilt, einige auf die Wachttürme, um das Gegengewicht herzustellen, andere waren sofort bereit, wie der Stein schwebte, die Keilhölzer zu entfernen, und die übrigen legten die dicken Balken unter, auf denen dann der Wagen aufgebaut wurde. Als dies geschehen, wurde der Stein langsam gesenkt und ruhte nun auf dem Wagengestell. Es war alles für den weiteren Transport vorbereitet.



Mit Menschenkräften, selbst unter Benutzung von Pferdekraft, konnte ohne weitere Hilfsmittel der Stein nicht vorwärts bewegt werden. Das hatten wir schon vorher berücksichtigt. Daher hatte ich einen großen Takelblock besorgt mit sechs und fünf Scheiben aus Eisen, und ein dem Umfange der beiden Blöcke entsprechendes Tau war angeschafft. Der eine Block wurde in einer gewissen Entfernung verankert an einem in den Boden eingeschlagenen Pfahl, der andere Block am Wagen. Um noch mehr Kraft zu bekommen, wurde die Laufleine durch einen Fußblock gezogen. Nachdem nun dies alles ausgeführt, wurde der Wegebock an der einen Seite des Steins angebracht, und nun kam der Moment, wo es sich zeigen sollte, ob die getroffenen Vorkehrungen den Wünschen auch entsprechen würden. Alle Mann griffen in die Leine, und wirklich, der Stein begann, ganz langsam sich von dem Punkte, wo er bisher seit undenklichen Zeiten unten in der Erde geruht hatte, fortzubewegen. Wir hatten also den ersten Teil unserer schwierigen Aufgabe erfüllt und hofften, soweit auch alle späteren sich vielleicht noch einstellenden Widerwärtigkeiten so zu überwinden. Damit war für den Tag unser uns gesetztes Ziel erreich f, und wir konnten allen Leuten, die danach fragten, nun sagen, daß wenigstens ein Teil des Weges nach dem Bestimmungsorte des Steines zurückgelegt war. Viele in der Gegend hatten den stillen Gedanken, wie der Transport uns gelingen würde. Selbst hatten wir schon bezweifelt, daß so ein großer Felsbrocken mit den uns zu Gebote stehenden Mitteln überhaupt sich an die Oberfläche befördern ließe. Mansen und ich harten nie die Hoffnung aufgegeben. Unser fester Wille war, die Arbeit zu schaffen. Nun hatten wir den ersten Teil unserer Aufgabe erfüllt und überließen alles der weiteren Zeit und dem dazu erhofften Glück zur Oberwindung etwaiger Schwierigkeiten. Es war Herbst und anzunehmen, daß die Witterung uns nicht gestatten würde, jetzt noch eine lange Strecke den Stein fortzubewegen. Wir brachen also die Arbeit ab. Wir hatten den Stein bis an das Pferdekoppelholz gerollt. Auf ebenem Terrain gelang uns das Fortbewegen des Steines, indem wir den starken Takel vorspannten und an dem Läufer desselben dann vier Pferde zogen. Wir sahen, daß auf dem ebenen Wege uns keine Schwierigkeiten mehr bevorstehen würden, wenn der Boden trocken und so ein Versinken der Holzschienen nicht zu befürchten war.



Im Sommer des nächsten Jahres 1880/81 wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Es gelang uns, den Stein über die ganze Koppel bis nicht weit entfernt vom Gärtnerhaus zu befördern. Manchmal freilich mußten wir auf den Läufer noch einen weiteren Takel setzen, der Transport wurde dadurch nicht so rasch gefördert, aber wo es etwas bergan ging, reichte die direkte Kraft auf den einen Takel nicht aus. Auch wurde an Stellen, wo die Holzschienen in den Grund versackten, die Arbeit verzögert, ebenso, wo es galt, von der bisherigen Richtung in eine andere zu gelangen. Meistens genügte es, den Zug des Takels nach der erforderlichen Seite zu legen und die Schienen gut unter Fett zu halten, wodurch die Holzwalzen dann in der gewünschten Richtung etwas zur Seite rutschten - meistens gelang es nur, per Tag, wenn nicht besondere Schwierigkeiten sich einstellten, 200 bis 300 Fuß (60-90 m) vorwärts zu kommen. Es waren außer Mansen und mir, der Gespannführer, der die vier Pferde führte, und drei Mann erforderlich. Schließlich war alles durch die Übung so eingearbeitet, daß, ohne noch zu kommandieren, jeder wußte, was er zu tun hatte. Sei es die Schienen neu vorzulegen oder den zusammengezogenen Takel wieder auszuziehen. Natürlich hatten wir häufig Neugierige, die sich den Transport gerne ansehen wollten, denn die ganze Gegend interessierte sich für die Sache.



Im nächsten Jahr, 1882, sollte nun der Transport beendet werden. Die Bahn war freilich fest, an ein Versacken war nicht zu denken, aber all die scharfen Windungen des Weges beim Hofe vorbei, am Hausgraben entlang und dann an der anderen Seite der Brücke in den Tiergarten. Na, wir alle hatten mit der Zeit eine gewisse Geschicklichkeit bekommen, alle etwaigen Schwierigkeiten zu überwinden, und bei den Leuten sah man, daß sie nicht glaubten, daß irgendetwas brechen könnte, wodurch sie sich dann in eine gefährliche Lage bringen konnten. Sie hatten ein solches festes Vertrauen, daß alles halten mußte, so daß sie allmählich gleichgültig gegen Gefahr wurden und Mansen und ich genug aufpassen mußten, daß die Leute nicht tollkühn wurden und so schließlich doch noch ein Malheur käme. Die Männer sagten immer, wenn man sie warnte, es sei ja alles so sicher gebaut, was sollte da passieren? Endlich hatten wir den Stein bis zu seinem Bestimmungsort gebracht. Der mit dem Stein beladene Wagen stand dort. Nun galt es, ihn abzuladen, was auch nicht so einfach war. Als Fuß unter dem Felsblock wählte ich drei kleine Blöcke von gleicher Masse. Wir hatten auf der Koppel nicht weit von dem großen Blocke, den kleinen gefunden, und er war nur etliche Schritte weiter von seinem Heimatlande in den Gletschern gewandert. Er gehörte zu dem Felsen des Urgesteins, von dem sich der große Block gelöst hatte. Jetzt, nach so vielen Jahrtausenden, sind sie wieder vereint. Der kleine, in drei Stücke geschlagen, trägt den großen. Es paßt hier alles so herrlich zueinander und jeder, der den Felsblock sieht, freut sich. Mancher Fremde, aus anderer Gegend kommend, fragt immer, ob dies nicht ein vorgeschichtliches Denkmal aus uralten Zeiten sei. Daß wir ihn erst hergebracht, das wollte keiner glauben. Schließlich nun meine Aussage ihnen glaubhaft zu machen, zeigte ich an dem einen unteren Sockelstein ein langes Sprengloch, wodurch ersichtlich, daß die Arbeit erst neueren Datums ist, denn wer hatte in Urzeiten Pulver zum Sprengen und Gerätschaften, um in so festen Stein Löcher zu bohren! An dem Stein haben wir viel Freude, immer wenn wir ihn betrachteten, gehabt. Die Jugend übte sich, ihn von den verschiedensten Seiten zu besteigen. An der Vorderseite ist es am leichtesten, indem man mit einem Klimmzug heraufkommen kann. Wir haben auch manche Fotographie schon von ihm gemacht. Jeder mußte versprechen, hinaufzukommen. Selbst meine Braut erkletterte ihn und sagte später immer lachend und anspornend: »Wer ihn erklimmt, erhält als Belohnung eine neue Hose, vorausgesetzt, daß er seine alte zerreißt.« Hoffentlich erfreuen sich noch mehrere Generationen an dem Stein und denken dabei an die, die ihn hierher brachten.

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